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Bayerns Jäger sollen Rebhuhnjagd aufgeben

Der LBV fordert eine ganzjährige Schonzeit für Rebhühner.


Am 1. September begann in Bayern die zweimonatige Jagdzeit auf Rebhühner. Europaweit ist die Zahl der Feldvögel in den vergangenen knapp 40 Jahren um 94 Prozent gesunken. Hauptgrund ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Doch jetzt richtet sich der Landesbund für Vogelschutz (LBV) gegen die Jäger im Freistaat: „Es gibt in Bayern nur noch 2.300 bis 4.000 Brutpaare. Dennoch werden pro Saison etwa 1.300 Rebhühner geschossen“, so LBV-Artenschutzreferent Dr. Andreas von Lindeiner. Man appelliere deshalb an die bayerischen Jäger, dem Beispiel ihrer Kollegen aus anderen Bundesländern zu folgen und generell auf die Bejagung zu verzichten.

Die Jagd sei zwar nicht die Hauptursache für den Rückgang, aber sie beschleunige ihn. Jagd würde den Bestand weiter schwächen. „Am besten wäre es natürlich, das Rebhuhn mit einer ganzjährigen Schonzeit zu belegen, wie in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen“, erklärt Lindeiner. RW/PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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