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Bayern: Tierarzt an West-Nil-Virus erkrankt

Der Tierarzt infizierte sich wahrscheinlich bei der Obduktion eines Bartkauzes (Symbolbild).


Zum ersten mal wurde innerhalb Deutschlands ein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch mit dem West-Nil-Virus (WNV) infizierte. Ein Tierarzt aus Bayern erkrankte laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Er hatte kurz zuvor einen Bartkauz aus einem Tierpark im Landkreis Ebersberg obduziert, der an der Krankheit verendet war. Das LGL gibt an, dass er sich wahrscheinlich durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten des erkrankten Tiers infiziert hatte. Mittlerweile sei er aber wieder genesen.

Vorsicht bei toten Vögeln

Die Bevölkerung wird davor gewarnt, tot aufgefundene Vögel anzufassen. Fallen gehäuft verendete Vögel auf, sollte man das Veterinäramt informieren. Erst kürzlich wurden die ersten Fälle erkrankter Vögel in Deutschland bekannt. Grundsätzlich können Menschen auch durch Stechmücken mit dem West-Nil-Virus infiziert werden. Vor allem in Süd- und Südosteuropa kam es in diesem Jahr zu mehreren Ausbrüchen, bei denen zum Teil auch Personen ums Leben kamen. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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