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Bayern: Politische Diskussion über Kitzrettung

2 „Pro-aktive“ Geißen nutzen gerne Freiflächen.


Die Freien Wähler hatten bereits am 9. April einen Dringlichkeitsantrag in den bayerischen Landwirtschaftsausschuss eingebracht. Darin fordert man die Staatsregierung auf, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten, die bei der Kitzrettung auf Wiesen unter Einsatz von dazu geeigneten Drohnen entstehen, auf Antrag durch den Freistaat zu fördern.“ Man sehe die Rettung von Kitzen als gesamtgemeinschaftliche Aufgabe, weshalb der Staat Gelder dafür bereitstellen solle, erklärte Dr. Leopold Herz, Agrar-, Land- und Forstpolitischer Sprecher der Freien Wähler gegenüber der Redaktion.

Ähnlicher Antrag der CSU

Dieser Antrag wurde in einer Sitzung am 25. April durch die CSU- Abgeordneten abgelehnt. Allerdings wurde in der gleichen Sitzung über einen Dringlichkeitsantrag der CSU vom 10. April abgestimmt, der ein ähnliches Thema aufgreift. Darin wird gefordert: „Ein Gesamtkonzept zum Schutz der Rehkitze und von anderem ähnlich gefährdeten Niederwild im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel vorzulegen, um diese Tiere vor Schäden durch landwirtschaftliche Ernte- und Mäharbeiten besser schützen zu können. Dabei sollen auch die mit der Thematik befassten Institutionen und die Maschinenbauindustrie mit einbezogen werden.“ Dieser Antrag wurde angenommen.

BJV stellt selbst Drohne vor

Auch der Bayerische Jagdverband (BJV) hat sich mit dem Thema befasst. In einer Pressemitteilung werden zwei neue Drohnentypen vorgestellt, die zusammen mit einer Spezialfirma extra für die Rettung von Wildtieren vor der Mahd entwickelt wurden. Der BJV fordert allerdings ebenfalls, der Einsatz von Drohnen zur Kitzrettung solle vom Staat gefördert werden. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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