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Bayern: Freie Wähler setzen sich für Wasserstoffperoxid ein

Wasserstoffperoxid in 30-prozentiger Lösung © CS

Im Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtages vom 22. Mai haben die Freien Wähler einen Antrag eingereicht. Laut diesem werde die „Staatsregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene weiterhin dafür einzusetzen“, Jägern den Zugang zu 30-prozentigem Wasserstoffperoxid zu ermöglichen. Dem Antrag wurde an diesem Tag zugestimmt. Eine endgültige Abstimmung fände in einer der nächsten Plenarsitzungen statt, so Dirk Oberjasper, Pressesprecher der Freien Wähler.

Trophäenschau ist Pflicht

Bis vor zwei Jahren konnten die Jäger beim Präparieren von Trophäen auf die 30-prozentige H2O2-Lösung zurückgreifen. Eine Änderung der Chemikalien-Verbotsverordnung untersagt es Apotheken jedoch inzwischen Wasserstoffperoxid über zwölf Prozent an private Endverbraucher abzugeben. Eine Ausnahme gilt für Personen, wie beispielsweise Berufsjäger oder Präparatoren, die die Lösung aufgrund ihres Berufs benötigen. Da in Bayern gemäß §16 Abs. 4 AVBayJG jährliche Hegeschauen stattfinden, sind die Revierinhaber verpflichtet die Trophäen allen Schalenwildes des zurückliegenden Jagdjahres vorzulegen. Die Freien Wähler fordern deshalb eine Ausweitung der Ausnahmeregelung auch auf "private" Jäger.

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Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.