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Bayern beschließt Maßnahmenpaket gegen ASP

In Bayern sollen Wildschweine intensiver bejagt werden. Dafür werden nun Prämien gezahlt (Symbolbild).


In der Kabinettssitzung des bayerischen Ministerrats wurde am 19. Dezember ein Maßnahmenpaket zur präventiven Tierseuchenbekämpfung beschlossen. Darin geht es um die Afrikanische Schweinepest (ASP). Man setze auf eine Allianz mit den Landwirten und Jägern, so Umweltministerin Ulrike Scharf. Es solle ein bayernweites koordiniertes Vorgehen von Behörden und Verbänden geben, vor allem auch in Grenznähe zu Tschechien. Dafür möchte man mehrsprachige Aufklärung und gezielte Kontrollen der Veterinärämter durchführen, so der Bericht aus der Sitzung weiter. Für Anreize zur Reduzierung der Wildschweinbestände wurden insgesamt 1,5 Millionen Euro bis Ende 2018 zur Verfügung gestellt. Ein Pressesprecher des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) erklärte gegenüber der Redaktion, die Erlegungsprämie von 20 Euro gelte für Frischlinge, Überläufer und Bachen, die nicht dem Elterntierschutz unterliegen.

Frühwarnsystem

"Im Sinne eines Frühwarnsystems werden außerdem verendet aufgefundene Wildschweine auf ASP-Viren untersucht. Auch hierfür gibt es eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tier," so der Bericht weiter. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner verwies außerdem auf das „Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild“, welches 2015 in Kraft trat. Beide Minister treten dafür ein, auf Bundesebene eine Erweiterung der Schweinepestverordnung durchzusetzen, damit man rechtssicher handeln könne. Über die praktische Umsetzung wird aktuell auf behördlicher Ebene noch gesprochen, so ein Sprecher des Umweltministeriums. Das Maßnahmenpaket solle zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Kraft treten. Man werde dann die Verbände und die Jägerschaft über die Details noch informieren. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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