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Bayerische Sonderregelung für Jäger in Sicht

Sieht sich einmal mehr bei der Regelung einer waffenrechtlichen Thematik gefordert. Bayerns "Jagdminister" Helmut Brunner. Foto: JMB


Die bayerische Verordnung soll, laut Brunner, eine Regelungslücke im Bundesjagdgesetz überbrücken, die erst nach der parlamentarsichen Sommerpause im Herbst geschlossen werden kann (wir berichteten hier).
Nach dem umstrittenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Bezug auf halbautomatische Schusswaffen, hatte sich der Bundestag in seiner letzten Julisitzung zur Änderung des §19 Abs. 1 Nr.2 Buchst. c) BJagdG entschlossen. Der künftige Passus soll dabei lauten, dass es verboten sei, „mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen“. Da das Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des Abschnittes jedoch erst nach der Sommerpause fortgesetzt werden kann, will Bayern nun vorerst einen eigenen Weg gehen. Dazu werde man mit einer entsprechenden Regelung in der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) klarstellen, dass für die Jagd im Freistaat halbautomatische Langwaffen verwendet werden dürfen, die mit bis zu drei Patronen geladen sind.
Aber Achtung: Diese Regelung soll nur für Bestandswaffen gelten, die bereits im Besitz der Jägerinnen und Jäger sind! Vorsicht ist indes nach wie vor geboten. Auch wenn die notwendigen Arbeiten für das Inkrafttreten der bayerischen Regelung auf Nachfrage der jagderleben-Redaktion beim Bayerischen Staatsministerium im Zeitplan liegen, ist die Regelung noch keineswegs in Kraft.
PM/KN