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Bautzen will Wolf entnehmen

Einer der Wölfe auf dem Gebiet des Rosenthaler Rudels soll entnommen werden (Symbolbild).


Das sächsische Umweltministerium und der Landkreis Bautzen haben eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Darin wird erklärt, dass ein Wolf im Gebiet des Rosenthaler Rudels entnommen werden darf. Das Umweltministerium genehmigt damit einen Antrag des Landkreises. Als Grund werden die jüngsten Nutztierrisse genannt. „Ein oder mehrere Wölfe haben in den letzten Wochen offenbar gelernt, die empfohlenen und für die Schafhalter zumutbaren Schutzmaßnahmen (Elektrozaun und Flatterband) zu überwinden. Damit liegen die Voraussetzungen zur Entnahme eines Wolfes vor“, so die Mitteilung.

Bei Weiden auf die Lauer legen

Allerdings gibt es starke Einschränkungen. Das Papier gibt vor: „Die Genehmigung gilt nur für mit der Entnahme beauftragte Personen und nur für einen Wolf, der entsprechend geschützte Weidetiere angreift.“ Frank Meyer, Pressesprecher des Umweltministeriums, erklärte gegenüber der Redaktion, der Zuständige müsse sich bei den Weiden auf die Lauer legen und Isegrim auf frischer Tat ertappen, um nicht den Falschen zu erwischen. Wer das machen soll, ist jedoch bislang unklar. Laut Gernot Schweizer, Pressesprecher des Landkreises kämen dafür nur Polizisten oder Jagdausübungsberechtigte in Frage. Allerdings habe sich bislang niemand bereit erklärt, den Wolf zu entnehmen. PM/SBA

Aktualisierung

Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtet, habe die „Grüne Liga Sachsen“ Einspruch gegen die Entnahme des Wolfs eingelegt. Das Landratsamt Bautzen würde deshalb die Genehmigung erst einmal aussetzen, bis das Verwaltungsgericht Dresden eine Entscheidung getroffen habe.


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