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Bauern unterstützen Jäger

Schulterschluss: Presseobfrau der KJS Ahrweiler, Dr. Gitta Werner, mit Hans Boes, Vorsitzender des Kreisbauern- und Winzerverbands.  Foto: KJS Ahrweiler © KJS Ahrweiler

Bereits Ende Mai startete die Jägerschaft ihre Petition "Kämpf mit" gegen ein grundsätzliches Fütterungsverbot. Die Grünröcke gaben an, dass im vergangenen Winter mindestens 600 Tiere (vor allem Reh- und Rotwild) wegen mangelndem Nahrungsangebot verhungert seien. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) glaubt das nicht, vielmehr sei durch unsachgemäße Fütterung in der Vergangenheit ein hoher Parasitenbefall bei den Tieren hervorgerufen worden, wodurch das Wild verendete. Das habe eine Untersuchung des Landesgesundheitsamtes von drei tot aufgefundenen Rotwildkälbern ergeben. Höfken: "Die Ahrweiler Jäger instrumentalisieren den Tierschutz für eigene Interessen." Sie hält daran fest, dass die deutlich überhöhten Rotwildbestände reduziert und das Wild durch die Bewirtschaftungsbezirke an ihren tatsächlichen Lebensraum angepasst werden müssen.
Mit diesen Forderungen erntet die Landwirtschaftsministerin Unverständnis und harsche Kritik der örtlichen Bauern. Hans Boes, Vorsitzender des Kreisbauern- und Winzerverbands Ahrweiler dazu: "Kein Bauer lässt sein Vieh verhungern:" Es könne laut Boes nicht sein, "dass sich der Tierschutz nur auf Kröten bezieht". Auch die Bewirtschaftungsbezirke, in denen wildlebende Tiere eingepfercht würden, lehne er ab. Daher habe man die Petition unterzeichnet. "Jetzt wollen Landwirte und Jäger gemeinsam gegen das tier- und artenschutzfeindliche Verhalten der Landesregierung kämpfen", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
BS