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Bauern schlagen Alarm

Reinhard Jung, Geschäftsführer Bauernbund Brandenburg © Frank Stubenrauch

Der Bauernbund Brandenburg droht damit, sich nicht mehr an den Planungen zum Wolfs-Management zu beteiligen, berichtet Geschäftsführer Reinhard Jung gegenüber der Redaktion. Die Begründung: Für das Land habe von vornherein festgestanden, dass sich der Wolf ungehindert ausbreiten soll. Das könne nicht sein, denn allein 2010 seien 61 Schafe gerissen worden. Hinzu kamen 23 Stück Damwild (Zucht) sowie zwei Kälber.
Die Runden zur Überarbeitung des Wolfsmanagementplans mauserten sich zudem allmählich zu einer Schauveranstaltung, in der die Wolfsliebhaber den Ton angäben. Managen heiße aber „nicht nur schützen, sondern auch regulieren“, betonte ein Vertreter des Verbands. Ungeklärt sei auch die Haftungsfrage, wenn wegen der Wölfe Vieh ausbräche. Für die dadurch entstehenden Schäden müsse nämlich der Tierhalter beziehungsweise die Versicherung aufkommen. Die steigenden Versicherungsprämien würden wiederum die Landwirte belasten.
CS