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Bauern müssen Verantwortung übernehmen

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Samstag, 10.09.2016 - 02:10
Strukturreiche Blühfläche: perfekte Lebensbedingungen fürs Niederwild. Foto: MW © MW

„Früher hatten wir hier ein erstklassiges Hasen- und Rebhuhnrevier, da wollen wir natürlich wieder hin“, sagt der Pächter des Reviers in Bütthard, Simon Abeln. Entsprechend froh ist er über die Unterstützung des LfL (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft), des Bayerischen Jagdverbandes und durch Wildlebensraumberaterin Anne Wischemann. 900 Hektar des Reviers sind reine Feldflur.
Dank Förderprogrammen wie Greening und KULAP gelang es, bislang 20 Hektar in Wildlebensräume mit 140 verschiedenen Pflanzenarten umzuwandeln. „Wichtig ist dabei, dass die Beteiligten vor Ort gemeinschaftlich Eigenverantwortung übernehmen. Es besteht zwar eine Greening-Verpflichtung seitens der Landwirte mit mehr als 15 Hektar unterm Pflug, aber welche Maßnahme der Landwirt umsetzt, beruht auf Freiwilligkeit“, erklärt der Projektbetreuer Dr. Christof Janko vom LfL. Die Aufgabe der Wildlebensraumberater ist dabei die Betreuung von Jägern, Landwirten, Gemeinden, Imkern, usw. auch durch den Paragrafen-Dschungel der Förderprogramme – und das völlig kostenlos und bayernweit! „Natürlich ist das nicht wissenschaftlich, aber ich habe schon das Gefühl, wieder mehr Niederwild zu sehen“, blickt Jäger Abeln optimistisch in die Zukunft. Zusätzlich plant er jetzt ein Fangjagdkonzept für sein Revier.
MW

Einen Filmbeitrag des "BR" zu dem Thema finden Sie hier.