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Bauern gegen Wolf

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Montag, 13.07.2015 - 02:00
Teurer Schutz: Maßnahmen wie diese Herdenschutzhunde kosten Frankreich Millionen. Foto: MW © MW
Teurer Schutz: Maßnahmen wie diese Herdenschutzhunde kosten Frankreich Millionen. Foto: MW

Die etwa 300 in Frankreich lebenden Wölfe verursachten dem Steuerzahler im vergangenen Jahr Kosten in Höhe von fast 15 Millionen Euro. Über 8.500 Schafe wurden von den Rückkehrern gerissen. 2,6 Millionen Euro wurden für Ausgleichszahlungen ausgegeben, 12,2 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen. „Die Situation ist nicht mehr tragbar“, zitiert das Agrarportal „proplanta“ jetzt einen Brief des Bauernverbandes, der an Ministerpräsident Manuel Valls gerichtet ist.
Am 18. Juli wolle man zusammen mit dem Landwirtschafts- und Umweltminister an einem runden Tisch über das Problem reden. Der Verband fordert, dass die Grauhunde nicht mehr unter den Schutz der Berner Konvention fallen. Anfang Juli hatte die Regierung 36 Tiere zum Abschuss freigegeben (zwölf mehr als im Vorjahr), doch das geht den Landwirten scheinbar nicht weit genug. Deshalb wollen sie nun das größte Radsportereignis der Welt als politische Bühne nutzen. Während einer Bergetappe durch die Provence droht die „Fédération nationale des syndicats d’exploitants agricoles (FNSEA)“ am 22. oder 23. Juli mit Protestaktionen. Dass man den Unmut französischer Bauern besser nicht auf sich ziehen sollte, zeigt dieser Clip.
BS