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Bahnfrei für bleifrei?

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU) am Freitag in Berchtesgaden. Foto: Hermann Krauß © Hermann Krauß

Am vergangenen Freitag, den 12. April, beschäftigten sich die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agrarressorts bei der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz in Berchtesgaden (Bayern) auch mit dem Thema "bleifreie Büchsenmunition". Während der Bericht des Bundes zum Stand der Untersuchungen zur Verwendung von Bleimunition "zur Kenntnis" genommen wurde, haben sich elf Bundesländer (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein) bereits für eine kurzfristige Änderung des Bundesjagdgesetzes ausgesprochen. Die Vertreter der Länder "bitten" den Bund in einer Protokollerklärung, ein Verbot bleihaltiger Büchsenmunition unter Berücksichtigung angemessener Übergangsfristen in enger Abstimmung zwischen Bund und den Ländern zu erlassen. Bis zur gesetzlichen Neureglung empfehlen die Politiker den Jägerinnen und Jäger auf den Einsatz bleihaltiger Munition zu verzichten.
BS

Aktualisierung

Kurz nach der Konferenz in Berchtesgaden haben die Fraktionen SPD, Grüne und SSW einen Gesetzentwurf in den schleswig-holsteinischen Landtag eingebracht. Demnach soll laut Medienberichten ab dem 1. April 2014 die Jagd mit bleihaltiger Büchsenmunition sowie Flintenlaufgeschossen verboten werden. Zuwiderhandlungen sollen als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro oder mit der Einziehung des Jagdscheins geahndet werden. Auch wird in dem Entwurf der oberen Jagdbehörde das Recht eingeräumt, Bleischrot zu verbieten.
BS