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Bärenabschuss: Jäger freigesprochen

Der Korpus des gewilderten Bären lag in einem Bachbett. Foto: Miha Krofel © Miha Krofel

Mehrere Zeugen hatten angegeben, einen Schuss am Erlegungstag aus der Richtung des Anwesens des Jägers gehört zu haben. Auch die Decke, in dem der Bären-Korpus eingewickelt war, konnte von den Zeugen eindeutig dem Mann zugeordnet werden. Ebenso wurden laut Staatsanwaltschaft Fasern der Decke in dem PKW-Kofferraum des Angeklagten gefunden. Die Verteidigung konterte, die gefundene Decke sei "alles andere als ein Unikat". Weiter kritisierte der Anwalt des Beklagten laut Presseberichten, dass der Zeitpunkt des Todes anhand des Verwesungsgrades des Kadavers nicht auf einen Tag genau bestimmt werden könne. Letztlich konnte nicht eindeutig bewiesen werden, dass der Jäger den Bären geschossen hat. "In dubio pro reo", so die vorsitzende Richterin. Tierschutzverbände laufen Sturm: "Das Ergebnis ist ernüchternd, und ein völlig falsches Signal an Menschen, die das Jagdrecht möglicherweise nicht so ernst nehmen", erklärt WWF-Bärenexperte Christian Pichler. Gleichzeitig lobt die Organisation die Kärntner Jägerschaft, die Aufklärung vorangetrieben zu haben. BS