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Bären-Wilderer vor Gericht

Der Korpus des gewilderten Bären lag in einem Bachbett. Foto: Miha Krofel © Miha Krofel

Der Jäger, der verdächtigt wird, einen Braunbären, der von Wildbiologen "Roznik" getauft worden war, im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet illegal geschossen zu haben, wird sich wegen schweren Eingriffs in fremdes Jagdrecht jetzt vor Gericht verantworten müssen. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft.
Im Juni vergangenen Jahres waren in Slowenien an der Grenze zu Kärnten die Überreste eines offenbar widerrechtlich geschossenen Braunbären gefunden worden. Es handelte sich um den mit einem Peilsender ausgestatteten „Roznik“, der zuletzt in der Nähe von Bad Eisenkappel in Kärnten geortet worden war. Vermutlich hatte der Täter den Bären dort geschossen und den Kadaver anschließend in Slowenien "entsorgt". Der Bär war fachmännisch aus der Decke geschlagen worden, der Wildkörper lag in einem Bachbett.
In diesem Jahr nun, ist es der Polizei gelungen den jetzt Angeklagten als Verdächtigen zu ermitteln. Dieser streitet die Tat jedoch ab. Die Polizei fand aber Gewebespuren des Bären auf einer Decke des Verdächtigen.

Bereits vor der strafrechtlichen Würdigung der Tat ist der Mann vom unabhängigen Disziplinarrat der Kärntner Jägerschaft auf Lebenszeit ausgeschlossen worden. Ein Ausschluss auf Lebenszeit ist zum ersten Mal in der Geschichte der Jägerschaft verhängt worden. Die Maßnahme ist jedoch noch nicht rechtskräftig. SE