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Bären auswildern

Noch im Gehege, aber bald im Harz. Foto: Günther Dotzler/pixelio.de © Günther Dotzler/pixelio.de

Nach Ansicht von einigen Naturschutzverbänden sind „wolfsgeeignete Gebiete“ auch für andere Großraubtiere geeignet, wie zum Beispiel für den Braunbären (Ursus arctos). Der in Deutschland im 19. Jahrhundert ausgestorbene Meister Petz soll nun mit Steuergeldern zuerst im Harz ausgesetzt werden: Dort gibt es zwar Luchse, aber noch keinen erheblichen Beutegreifer-Druck durch Wölfe, was die Bären ausgleichen sollen.
Die beiden adulten Tiere stammen aus einem rumänischen Auswilderungs-Projekt für Findel-Bären. Sergey Popkovicz, Leiter der Station Medwed, begrüßte die Anforderungen durch Deutschland, sind seine Gehege doch hoffnungslos überfüllt. Er stellte in Aussicht, bis ins Jahr 2013 weitere 25 Petze nach Deutschland liefern zu können, zumal Österreich aus wildbiologischer Sicht anfänglich gehegte Pläne verworfen hat.
Andere, laut Experten-Angaben mögliche Auswilderungsgebiete sollen der hessische Burgwald, der nordrhein-westfälische Teutoburger-Wald sowie der Hunsrück in Rheinland-Pfalz sein. Nach ersten Umfragen in Ballungsgebieten sei die städtische Bevölkerung sehr offen für weitere Großraubtiere in heimischen Wäldern.
Priv.-Doz. Dr. F. Brummse

Hier geht es zur Karte der geplanten Auswilderungsgebiete.