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Bär plündert Bienenstock

Fette Beute: Viel hat Meister Petz dem Imker nicht übrig gelassen. Foto: Robert Jank


Zugeschlagen hat der Bär in der Nacht zu Sonntag in Neudorf bei Hermagor. „Wir hätten nicht gedacht, dass er uns so nahe kommt“, sagte ein Anwohner nachdenklich. Etwa sechs Kilo Honig hat das Tier dabei vertilgt, wobei es natürlich auf der Suche nach der süßen Verlockung nicht gerade zimperlich vorgegangen ist. Der entstandene Schaden wird auf rund 300 Euro geschätzt. Gegenüber der „Kronen Zeitung“ sagte der Imker, dass die Jägerschaft der Sache nachgehen müsse.
Letztere sieht die Vorkommnisse völlig entspannt. Zwar seien grundsätzlich die Jagdausübungsberechtigten für solche Schäden verantwortlich, die Kärntner Jägerschaft hat aber für ihre Mitglieder eine Versicherung abgeschlossen. Wenn ein Sachverständiger ein Großraubtier als Schadensverursacher ausgemacht hat (egal ob Wolf, Luchs oder Bär), werden die Ersatzzahlungen übernommen. Und wenn sich der Experte unsicher ist, übernimmt sogar das Land die Kosten. Die Geschäftsführerin der Jägerschaft, Freydis Burgstaller-Gradenegger, berichtete gegenüber jagderleben, dass im vergangenen Jahr die acht bis zehn in Kärnten beheimateten Petze 42 Bienenstöcke geplündert hätten und Zahlungen von fast 12.000 Euro übernommen wurden. Insgesamt beanspruchte man von dem Versicherer 2013 und 2014 jeweils zirka 20.000 Euro. Dazu gehörten auch Nutztierrisse.
BS