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Bär marschierte durch Dorf

Redaktion jagderleben
am
Freitag, 24.07.2015 - 11:09
Der geplünderte Bienenstock. Foto: Gutleb © Gutleb

Am Dienstagabend hat bei Förolach ein Petz zunächst einen Bienenstock aufgebrochen. Mit vollem Bauch zog er in Richtung Gailtaler Alpen. Ein Autofahrer bemerkte das Tier, hielt es aber zuerst für einen „großen Bernhardiner“. Der Bär flüchtete Richtung Ortszentrum und traf dort auf eine Frau. Der Bär versuchte der ungünstigen Situation über Wiesen und Pferdekoppeln auszuweichen. Dabei stieß er erneut auf Menschen, was wieder Stress für den Bären bedeutete, denn nun beschleunigte er seine Flucht talwärts.
„Wenn sich Mensch und Bär in einer Ortschaft begegnen, bietet das immer Gefahrenpotential“, sagte der Kärntner Bärenanwalt Mag. Bernhard Gutleb. Er geht davon aus, dass es sich um ein drei- bis vierjähriges, rund 100 Kilo schweres Männchen handelt. Für Gutleb hat es in den Stresssituationen mit Flucht und damit richtig reagiert. „Aufgrund meiner Erfahrung glaube ich, dass der Bär kein zweites Mal in eine Ortschaft kommen wird. Er hat aus der Situation gelernt“, meint der Experte. Trotzdem wurden die örtlichen Jäger zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert.
STH