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Baden-Württemberg: Jetzt auch Wärmebildvorsatzgeräte erlaubt!

Auch das Jagen mit Wärmebildvorsatzgeräten, wenn es Dual-Use-Geräte sind, ist in Baden-Württemberg jetzt möglich.


Zur Bejagung von Schwarzwild sind in Baden-Württemberg nun auch Wärmebildvorsatzgeräte zulässig. Die Nutzung von Nachtsichtvorsatzgeräten zur Schwarzwildjagd ist damit nicht nur auf Restlichtverstärker beschränkt. Dies geht aus einem aktuellen internen Schreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart an eine untere Jagdbehörde hervor. In diesem heißt es, dass „(...)aufgrund der fortschreitenden Technik auch Wärmebildgeräte, sofern es sich um Dual-Use-Geräte handelt, zur Beauftragung zulässig sind.“

Seit Frühjahr 2018 ist es möglich, sich in Baden-Württemberg zur Nutzung von Nachtsichtvorsatzgeräten zur Schwarzwildjagd beauftragen zu lassen. Dies ist eine Maßnahme zur Prävention und möglicherweise zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, so das Ministerium für Ländlichen Raum im offiziellen Informationsschreiben. 

Voraussetzungen zur Beauftragung

Wichtig ist, dass es sich bei den Vorsatzgeräten immer um sogenannte Dual-Use-Geräte handelt bei denen eine Nutzung unabhängig der Montage an der Zieloptik möglich sein muss. Die Nutzung darf nur im Zusammenhang mit einer behördlichen Beauftragung erfolgen. Sie ist rein auf die Schwarzwildjagd begrenzt und stets revierbezogen. Eine Beauftragung durch die untere Jagdbehörde erhält nur, wer Jagdausübungsberechtigte beziehungsweise Begehungsscheininhaber ist, sowie die Schwarzwildjagd „(....)aktiv und mit guten Streckenergebnissen(...)“ ausübt. Die Beauftragungen sind auf die Dauer von drei Jahren zu befristen und vorerst längstens bis zum 31.3.2022 zu gewähren. 

Nachtsichttechnik in der jagdlichen Praxis


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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