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Baden-Württemberg: Freiheit für Wolf – Rotwild wird eingesperrt

Roehrender-Rothirsch © Erich Marek
Das Rotwild darf sich in Baden-Württemberg nicht frei bewegen. Außerhalb der festgelegten Gebiete muss Rotwild erlegt werden.

Mit der Petition „Freiheit für den Hirsch!“ versucht der Landesjagdverband Baden-Württemberg gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung, den Druck auf die Landespolitik zu erhöhen. 1958 wurde die Rotwildverordnung festgelegt. Damit wurde bestimmt, dass Rotwild nur in fünf ausgewiesenen Gebieten (Nordschwarzwald, Südschwarzwald, Odenwald, Schönbuch (Gatter) und im Allgäu) leben darf.

Obwohl das Rotwild eigentlich ein Steppentier ist, wurden die Rotwildgebiete auf jene Regionen festgezurrt, die einen Waldanteil von über 50% besitzen. Insgesamt hat das baden-württembergische Rotwild nur auf 4% der Landesfläche das Recht zum Leben. 

Rotwild muss außerhalb festgelegten Gebiete erlegt werden

Sollte das Rotwild außerhalb dieser Gebiete vorkommen, muss es von den Jagdausübungsberechtigten sofort erlegt werden. Ausnahme hiervon stellen Kronenhirsche dar – diese dürfen geschont werden, außer die untere Jagdbehörde gibt auch diese zur Wildschadensverhütung frei.

Im nächsten Jahr läuft die Rotwildrichtlinie aus. Deshalb fordert der Landesjagdverband die Landesregierung dazu auf, dem Rotwild mehr Platz zu geben und mit mehr Plan das Rotwildmanagement anzugehen.

Laut einer repräsentativen Meinungsumfrage wollen circa 68% der Menschen in Baden-Württemberg dem Rotwild mehr Lebensraum geben. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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