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Baden-Württemberg: Änderung JWMG verabschiedet

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 25.06.2020 - 16:46
Rebhuhn-Feldrand © drakuliren - stock.adobe.com
Der Landesjagdverband BW sorgt sich unter anderem um die Bemühungen rund um das Projekt „Allianz fürs Niederwild“.

Der baden-württembergische Landtag hat gestern das Gesetz zur Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes verabschiedet. Damit ergibt sich insbesondere die Änderung, dass die allgemeine Jagdruhezeit nun nicht mehr vom 1. März bis zum 30. April gilt, sondern ab dem 16. Februar. Auch das Wildschadensersatzrecht wurde geändert. Weiterhin soll ein Institut für Stadtjäger eingerichtet werden. 

Keine Neuerung gibt es jedoch beim Thema Rotwildgebiete. Der Landesjagdverband und die Deutsche Wildtierstiftung hatten im vergangenen Jahr stark für das Thema gekämpft.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg bezeichnet die Gesetzesänderung als Hau-Ruck-Verfahren und zeigt sich nicht mit allen Änderungen einverstanden. In einer Pressemitteilung teilt der LJV unter anderem seine Befürchtung mit, dass durch die neuen Schonzeiten auf Raubwild Bemühungen von Landwirten, Naturschützern und Jägern zum Erhalt der Artenvielfalt im Offenland einen Rückschlag erleiden. Unter dem Credo „Allianz fürs Niederwild“ beteiligen sich LJV, aber auch weitere Verbände sowie das Ministerium für Ländlichen Raum an zahlreichen Maßnahmen für den Erhalt verschiedener Offenlandarten. 

Rebhühner zählen mit "Allianz fürs Niederwild"