+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
Home News Autofahrer rast durch den Wald und zerstört Hochsitz

Autofahrer rast durch den Wald und zerstört Hochsitz

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 21.10.2020 - 11:50
Der VW Polo rammte den Hochsitz und demolierte die massive Kanzel. © DRB
Der VW Polo rammte den Hochsitz und demolierte die massive Kanzel.

Vergangenen Samstag meldete ein Jäger dem Forstrevierleiter in Pfalzgrafenweiler (Baden-Württemberg), dass ein blauer VW Polo mit hoher Geschwindigkeit durch den Wald raste. Dadurch wurden laut „Schwarzwälder Bote“ die Waldwege beschädigt. Anwohner meldeten einen lauten Knall und sahen den blauen VW Polo über die Feldwege davonfahren. Am Sonntagmorgen entdeckte dann eine Anwohnerin Reifenspuren und sah, dass ein nahestehender Hochsitz enorme Schäden aufwies.

Fahrzeug seit August abgemeldet

Eine Spaziergängerin, die den Förster ebenfalls über den Vorfall informiert hatte, fand später beim Pilzesammeln das gesuchte Auto im Wald. Die hinzugezogene Polizei konnte weder Nummernschilder noch persönliche Gegenstände, welche auf den Halter schließen ließen, sicherstellen. Laut „Schwarzwälder Bote“ habe man aber über die Fahrgestellnummer den ehemaligen Halter ausfindig gemacht, welcher den Polo im August abgemeldet hatte.

Gegenüber der Redaktion bestätigte die Polizei den Vorfall, wollte aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Auskünfte geben.

Hochsitz muss neu aufgebaut werden

Der massive Hochsitz wurde durch den Polo so beschädigt, dass er neu errichtet werden muss.

Der zuständige Revierleiter geht davon aus, dass es sich nicht um ein absichtliches Verhalten gehandelt habe.

Der massive Hochsitz müsste aufgrund der Beschädigungen abgebrochen und neu aufgebaut werden. Der Revierleiter sagte im Gespräch mit der Redaktion, dass die relativ neu errichtete Kanzel an den Ecken aus 14er-Kanthölzern gebaut und im Boden verankert war. Die Kosten für die Reparatur des Hochsitzes sowie der Waldwege belaufen sich laut Revierleiter auf mindestens 4000 Euro. 


Kommentieren Sie