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Autofahrer sollen Fallwildentsorgung zahlen

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Donnerstag, 06.09.2012 - 14:08
Im Kreis Waldeck-Frankenberg sollen künftig Autofahrer für die Fallwild-<br>entsorgung aukommen. Foto: Landwirtschaftliche BG © Landwirtschaftliche BG

Wie die Straßenbauverwaltung „Hessen Mobil“ – verantwortlich für alle Bundesautobahnen, Bundes-, Kreis- und Landstraßen im Land – auf Anfrage der Redaktion mitteilte, sollen künftig in Wildunfälle verwickelte Autofahrer im Kreis Waldeck-Frankenberg für die Fallwildentsorgung zur Kasse gebeten werden. Der Baulastträger, der sich auf den Paragraphen 15 des Hessischen Straßengesetzes (HStrG) beruft, sieht für die Kadaverbeseitigung rund 100 Euro als angemessen, je nach Aufwand höher. Ebenso sollen die Autofahrer dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten den Unfall melden. Geschieht das nicht, übernimmt die Polizei oder „Hessen Mobil“ diese Aufgabe.
Ausschlaggebend für die rechtlich geregelte Gebührenerhebung ist ein Streit zwischen Landrat und Jägerschaft. Die Kreisverwaltung hatte die Jagdsteuer von 10 auf 15 Prozent angehoben. Daraufhin ließen die Jäger den Landrat wissen, dass sie künftig die ehrenamtliche Fallwildentsorgung unterlassen werden (wir berichteten hier). Sie fordern jetzt den alten Steuersatz zurück. Erst dann werde man sich auch wieder um das Fallwild kümmern.
BS