Ausstellung Jagd und Macht: Die DDR-Zeit

In der Museumsscheune des Jagdschlosses Groß Schönebeck in der Schorfheide (Landkreis Barnim) ist der zweite Teil der Ausstellung "Jagd und Macht" eröffnet worden, der sich mit der Geschichte des einstigen Staatsjagdgebiets Schorfheide zu DDR-Zeiten befasst. Während das Wild in der DDR als "volkseigen" galt, war der Großteil der Schorfheide 20.500 Hektar Bonzen, russischen Offizieren, Diplomaten und Staatsgästen vorbehalten. Ein mehr als 200 Kilometer langer Wildzaun umschloss das Gebiet. Allein Honecker soll dort 500 Hirsche gestreckt haben.
Zur Ausstellungseröffnung zerschitt Uwe Schoknecht (li.), Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide, und Dr. Dietmar Woidke, Fraktionsvorsitzender der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion, ein Stück des Original-Wildschutzzauns, der das einstige Staatsjagdgebiet umgab (Foto: Stephan Elison).
Das von den Berliner Ausstellungsarchitekten Frey-Aichele-Team entworfene Konzept setzt stark auf Schautafeln und Videoprojektionen. Wer das zu akademisch findet, kommt in der alten Fahrscheune auf seine Kosten, wo es von verkämpften Mufflons bis zur prähistorischen Motorsäge eher deftige Exponate zu bestaunen gibt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet fünf Euro. SE

| Bildergalerie |

Ausstellung 'Jagd und Macht' auf Jagdschloss Groß Schönebeck