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Auslandsjagd: Afrikaner wehren sich gegen Bevormundung

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 17.07.2020 - 16:32
Afrika-Giraffe © Erich Marek
Die Jagd ist ein wichtiger Baustein für den Artenschutz in Afrika.

Britische Promis wie Ed Sheeran, Bond-Darstellerin Judi Dench oder der bekannte Komiker Ricky Gervais nutzen derzeit ihren Prominentenstatus, um gegen die Jagd Stimmung zu machen. Wie der Deutsche Jagdverband (DJV) berichtet, haben nun 50 Repräsentanten aus sieben südafrikanischen Ländern in einem offenen Brief die Promis dazu aufgefordert, „ihre Popularität nicht mehr dazu einzusetzen, die Rechte unserer armen Bevölkerung mit Füßen zu treten und dadurch den Wildtierschutz im südlichen Afrika aufs Spiel zu setzen.“ 

Gefahr für erfolgreiche Artenschutzmodelle

Der DJV und der Internationale Jagdrat (CIC) bezeichnen die Aktion als „neokolonialistisch“ und warnen davor, dass dadurch erfolgreiche Artenschutzmodelle und Einkommen in strukturschwachen Regionen der Welt gefährdet werden könnten. So würden durchschnittlich 50 bis 90 Prozent der wirtschaftlichen Anreize zum Wildtierschutz aus nachhaltiger Jagd stammen. Allein der Lebensraum der Wildtierbestände konnte dadurch in den südafrikanischen Ländern um 80 Prozent erweitert werden. Die Unterzeichner des offenen Briefs fordern eine Anerkennung ihres grundlegenden Menschenrechts auf nachhaltige Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen. „Alles andere bedeutet, die Rechte von Tieren über die Rechte von uns Afrikanern zu stellen“, so die Repräsentanten der südafrikanischen Länder.


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