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Ausgebrochener Bison nach Betäubung nicht mehr auffindbar

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
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Dienstag, 24.03.2020 - 07:49
In einem Weinberg im Landkreis Ravensburg trieb ein Bison sein Unwesen. © Eric Isselée - stock.adobe.com
In einem Weinberg im Landkreis Ravensburg trieb ein Bison sein Unwesen.

Bereits Anfang Februar entkamen im Landkreis Ravensburg (Baden-Württemberg) zwei Bisons von einer Weide. Über den Verkehrsfunk wurde zunächst vor den Tieren gewarnt. Aus dem Raum Meersburg bekam die Polizei schließlich den Hinweis, dass sich einer der beiden Bisons in einem Weinberg befinde und „wild“ sei.

Die Beamten nahmen aus diesem Grund nicht nur ihre Dienstpistolen, sondern auch "Gewehre" mit zum Einsatzort und informierten zudem örtliche Jäger, berichtet ein Polizeisprecher gegenüber der Redaktion. Da im Veterinäramt beziehungsweise bei der Kreisverwaltung niemand zur Erteilung einer Abschussgenehmigung zu erreichen war, entschied man sich dazu, den Bison zu betäuben.

Bison verschwindet nach Betäubung im Dickicht

Ein sachkundiger Jäger mit Betäubungsgewehr aus dem Nachbarkreis wurde zur Hilfe gezogen, da kein Tierarzt verfügbar war. Nach telefonischer Rücksprache mit Experten vom Stuttgarter Zoo Wilhelma gab man am späten Nachmittag dann einen Schuss mit dem Betäubungsgewehr auf den Bison ab. Das Tier flüchtete jedoch in ein nahegelegenes Dickicht. Wie der Polizeisprecher gegenüber der Redaktion weiter erklärte, hätte die gewählte Narkose etwa 45 Minuten anhalten sollen.

Zweiter Bison wurde erlegt

Nachdem auch eine Stunde nach dem Betäubungsschuss der Bison immer noch nicht gefunden wurde, brachen die Beamten die Suche aufgrund der fortschreitenden Dämmerung ab. Seither fehlt von dem Tier allerdings jede Spur.

Der zweite Bison wurde am darauf folgendem Tag an einer anderen Stelle gesichtet, an welcher es aber nicht möglich gewesen wäre, das betäubte Tier zu sichern. Aus diesem Grund entschied man sich zur Erlegung des Tieres. 

Die Polizei nimmt Hinweise zur Sichtung des immer noch vermissten Bisons entgegen.