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Nach Ausbruch: Zwei Luchse wieder eingefangen

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 23.02.2020 - 15:20
Luchs-Schnee-Winter © Erich Marek
Zwei der ausgebüxten Luchse sind wieder im Gehege zurück (Symbolbild).

Während des Orkantiefs „Sabine“ hatten umstürzende Bäume den Zaun des Geheges zerstört. Nun sind zwei der insgesamt drei ausgebüxten Luchse wieder zurück in ihrem Gehege nahe Bad Harburg (Landkreis Goslar, Niedersachsen).

Am Morgen des 14. Februars 2020 entdeckte ein Mitarbeiter des Nationalparks frische Luchsspuren im Schnee. Laut Ole Anders ging der Mitarbeiter mit einer Futterkiste im Gepäck die Spuren im Schnee aus. Mit Rufen und Klapper-Geräuschen der Kiste konnte die Luchsin „Ellen“ schließlich bis ins Gehege zurück gelockt werden.

Auch ein zweiter Luchs konnte eingefangen werden

Am Abend des gleichen Tages erreichte den Nationalpark ein Anruf von Wanderern nahe Ilsenburg (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt). Diese informierten den Nationalpark darüber gerade einen Luchs gesehen zu haben, so Anders weiter. Das Tier wirkte sehr vertraut und flüchtete nicht vor den Wanderern.

Während die Anrufer das Raubtier weiterhin beobachteten, machten sich Park-Mitarbeiter sofort auf den Weg. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um die zweite Luchsin „Alice“ handelte. „Alice“ wurde narkotisiert und mithilfe einer Transportkiste wieder ins Gehege zurückgebracht.

Keine Spuren von Kuder "Paul"

Nun schnürt nur noch „Paul“ durch die Wälder rund um den Nationalpark. Bislang habe man keine eindeutigen Spuren gefunden, die auf den Aufenthaltsort von „Paul“ hindeuten. Ole Anders berichtet gegenüber der Redaktion, dass täglich neue Luchsmeldungen eintreffen würden. Man werde auch weiterhin den Hinweisen nachgehen, in der Hoffnung auch das dritte Pinselohr wieder zu finden.