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Aufruhr in Tirol

Am 6. und 7. Mai treffen sich die Abgeordneten im Landtag. Foto: G. Berger © G. Berger

Am 6. und 7. Mai treffen sich die Abgeordneten im Landtag. Foto: G. Berger


„Die Gespräche waren konstruktiv und es herrschte ein gutes Klima“, resümierte Landesjägermeister Anton Larcher. Seinem Empfinden nach sei die Botschaft der Jäger bei der Politik angekommen. Dennoch gebe es mehrere Unstimmigkeiten, die noch geändert werden müssen: Im Regierungsentwurf galt es 42 Kritikpunkte des Tiroler Jägerverbandes zu berücksichtigen. „Über 30 Verbesserungsvorschläge wurden seit dem Begutachtungsentwurf eingearbeitet. Nun beraten sich die Gremien“, sagte Larcher. Zum Ärger der Jägerschaft fanden beispielsweise ihre Forderungen gegen die Verkleinerung der Eigenjagdflächen oder gegen die Verschärfung der Fütterungsvorgaben wieder keine Beachtung. Zufrieden könne man deshalb noch nicht sein, so Larcher.
In diesem Zusammenhang begrüßt der Landesjägermeister auch die Eigeninitiative von Benjamin Kerschbaumer. Er hat am 24. April zu einer Demonstration auf dem Innsbrucker Marktplatz aufgerufen. „Das soll die Politik nachhaltig an die Forderungen erinnern.“ Anfang Mai wird der Landtag über den Gesetzesentwurf entscheiden.
Auf ein Bleiverbot angesprochen, versicherte Larcher, dass es dies jetzt nicht geben werde. Zugleich zeigte er sich dieser Thematik aber offen: „Ich bin gegen ein grundsätzliches Bleiverbot. Momentan halte ich das Freiwilligen-Modell für richtig.“ Voraussetzung dafür seien brauchbare Alternativen – diese vermisse er aber teils noch.
Larcher war zuletzt zwischen die Fronten der rund 16.000 Mitglieder des Verbandes gekommen, denn nicht alle Jäger/innen konnten sich mit seinem Verhandlungskurs identifizieren...
MH