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Aufgeschlitzte Enten in der Hofeinfahrt einer Jägerin

Stockente-Holzschwan © Silvia Vaßen-Langenbach
Makaberer Anblick: Die tote, ausgeweidete Stockente wurde an ihrem Stingel am Hals eines Blechschwans aufgehängt. Dieser markiert die Hofeinfahrt.

Zwei tote Stockenten hingen am Morgen des 20. Oktober vor der Hofeinfahrt von Silvia Vaßen-Langenbach in Viehland (Landkreis Osterholz, Niedersachsen). Unbekannte drappierten die Kadaver an den Hälsen von zwei Blechschwänen, die links und rechts vor der Zuwegung stehen. Die Eingeweide der am Stingel aufgehängten Enten hingen heraus. „Das sind Mafia-Methoden“, entrüstet sich die Jägerin gegenüber der Redaktion. „Das ist eine Todesdrohung, ganz klar“, ist sie sich sicher.

Gerupfte-Fasane © Dr. Andreas Oeller

Diese gerupften Fasanenhähne entdeckte das Ehepaar Oeller nachts vor ihrer Einfahrt. Insgesamt lagen dort vier Fasane und zwei Stockenten auf einem Haufen.

Mitglied einer Bürgerinitiative gegen Bau des Schießsportzentrums

Bereits am Abend zuvor machte ein befreundetes Ehepaar im zwei Kilometer entfernten Waakhausen eine grausige Entdeckung. Als Dr. Andreas Oeller und seine Frau gegen 22 Uhr nach Hause kamen, lagen vor ihrer Einfahrt vier Fasane und zwei Stockenten auf einem Haufen. „Zum Teil waren die Vögel gerupft, ein Fasan war aufgebrochen und die Eingeweide waren zu sehen. Er hatte noch eine Wildhandelsmarke um den Hals“, berichtet Oeller, der gemeinsam mit seiner Frau und Silvia Vaßen-Langenbach wortführendes Mitglied einer Bürgerinitiative ist, die sich gegen den geplanten Bau eines Schießsportzentrums am angrenzenden Schießstand Waakhausen ausspricht. „Das ist eine Bedrohung, ganz klar“, bestätigt Oeller die Aussage von Vaßen-Langenbach.

Seit zwei Jahren schwelt ein Streit zwischen den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Naturschutz Worpswede“ und den wechselnden Betreibern des Schießstandes Waakhausen. „Ein Schießstand für die örtlichen Jäger ist in Ordnung. Aber wir wollen kein Schießsportzentrum“, macht Dr. Andreas Oeller seinen Standpunkt klar. Beide Vorfälle wurden zur Anzeige gebracht.

Hintergründe der Tat und Täter unklar

Die Polizei Worpswede leitete Ermittlungen wegen einer Ordnungswidrigkeit ein. Die Hintergründe der Tat sowie die Identität des Täters seien noch unklar, so ein Polizeisprecher. Ein Zusammenhang mit dem Thema Schießstand schließt die Polizei ausdrücklich nicht aus. Mögliche Zeugen können sich bei der Polizeistation in Worpswede unter 04792/956790 melden.


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