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Auffällig gefärbter Wolf: Wolfshybrid geschossen

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 14.06.2022 - 16:29
Wolfshybrid liegt auf Tisch © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Eine DNA Untersuchung gab nun Gewissheit: Es handelt sich eindeutig um einen Wolfshybrid.

Im März konnte im Churer Rheintal (Kanton Graubünden/ Schweiz) ein auffälliger Wolf geschossen werden. Eine genetische Untersuchung bestätigte nun, dass es sich bei dem Tier um einen Wolfshybriden handelt. Wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden berichtet, sei der Kanton erstmalig im Dezember 2021 über den sehr auffälligen, beigefarbenen Wolf informiert worden. Informationen aus Italien hätten aufgrund des Erscheinungsbildes und der räumlichen Abfolge daraufhin gedeutet, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Hybriden handelt. Daher entschloss man sich zum Abschuss.

Hybrid stammt vermutlich aus Norditalien

Nachdem das Tier im März erlegt werden konnte, wurde die DNA zur weiteren Untersuchung an das Laboratoire de biologie de la conservation in Lausanne sowie des Senckenberg Zentrums für Wildtiergenetik in Gelnhausen geschickt. Die Untersuchungen ergaben nun, dass es sich tatsächlich um eine Hund-Wolf-Verpaarung handelt. Der Hybrid stammt aus der zweiten Rückkreuzungsgeneration und war demnach, gemäß eidgenössischer Jagdverordnung, zu entnehmen. Der Wolfshybrid war vermutlich über Norditalien und das Tessin in den Kanton Graubünden eingewandert. Der Wolfsanteil im Erbgut des Hybriden stammt aus der italienisch-alpinen Population.

Auch in Deutschland wurden in der Vergangenheit Wolf-Hund-Mischlinge entnommen. Eine Wölfin in Thüringen hatte sich mit einem Hund verpaart und mit dem daraus entstandenen Rüden erneut 2019 für Nachwuchs gesorgt. Die entstandenen Hybriden wurden dann mit einer Ausnahmegenehmigung geschossen.

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