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Auerwild-Offensive geplant

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Donnerstag, 02.04.2015 - 02:00
Dieser Thüringer Auherhahn soll schon bald um die Gunst vieler Hennen balzen. Foto: Sebastian Hey © Sebastian Hey
Dieser Thüringer Auherhahn soll schon bald um die Gunst vieler Hennen balzen. Foto: Sebastian Hey

Wie das brandenburgische Umweltministerium mitteilt, ist es einer kleinen Gruppe von Jägern, Förstern und Naturschützern zu verdanken, dass das Auerhuhn seinen Weg zurück in die Niederlausitz finden wird. Die Protagonisten haben dazu jahrelang andere Projekte ausgewertet und Ursachenforschung für das Aussterben der Vögel in Südbrandenburg betrieben. Als Hauptgrund wurde – wie so oft – die Zerstörung artgerechter Lebensräume herausgestellt. Nachdem eine geeignete Region gefunden war, wurden Artvertreter in Schweden eingefangen und in dem rund 100 Quadratkilometer umfassenden Projektgebiet in den Jahren 2012 bis 2014 ausgesetzt. Mittlerweile sollen bis zu 30 Exemplare heimisch sein. Diese Bestandsgröße sei laut Experten aber noch nicht überlebensfähig, dazu bedarf es etwa 100 Vögel. Dies soll bis 2020 erreicht werden.
Diese Zielgröße peilen auch die Thüringer an. In einer Aufzuchtstation sollen dafür neun Hennen und vier Hähne für Reproduktion sorgen. „Unser ambitioniertes Zuchtprogramm ist Teil eines Rettungskonzeptes, das bundesweit in Forst- und Naturschutzkreisen Anerkennung gefunden hat“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Der Landesbetrieb will dafür mehrere Tausend Hektar Waldfläche auerwildtauglich gestalten. Gleichzeitig sei die verstärkte Bejagung von Fressfeinden wie Fuchs, Waschbär und Schwarzkittel ein wichtiger Teil im Rettungsprogramm des beliebten Wappentieres.
BS