+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 114 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 30.10.2020) +++
Home News ASP wohl schon seit mehreren Wochen im Märkisch Oderland

ASP wohl schon seit mehreren Wochen im Märkisch-Oderland

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 08.10.2020 - 12:48
Wildschwein-tot-Wildunfall © pridannikov - stock.adobe.com
Im Landkreis Märkisch-Oderland gibt es nun zwei nachgewiesene ASP-Fälle (Symbolbild).

Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde, rund 70 km entfernt vom ersten Ausbruchsort in Deutschland, am 30. September die Afrikanische Schweinepest bei einer erlegten Sau nachgewiesen. Im Rahmen der Fallwildsuche im dortigen Kerngebiet konnte ein Jäger nun einen weiteren Kadaver finden. Wie ein Sprecher des Landkreises gegenüber der Redaktion mitteilte, wurde die Bache am 5. Oktober in der Nähe des Erlegungsortes des anderen ASP-Falls im Landkreis entdeckt. Der Schwarzkittel lag versteckt im Dickicht. Eine Untersuchung auf das gefährliche Virus verlief positiv.

Wildschwein erkrankte wohl schon vor mindestens vier Wochen

Der Schwarzkittel habe wohl schon seit mindestens vier Wochen dort gelegen, so eine erste Schätzung des Friedrich-Löffler-Instituts anhand von Fotos der gefundenen Kadaverreste. Der genaue Zeitraum müsse durch nähere Untersuchungen noch bestimmt werden. 

Im ersten Kerngebiet wurden zwei weitere ASP-Fälle bei Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) gemeldet. Mit den Funden erhöht sich die Anzahl bestätigter ASP-Fälle in Deutschland nun auf 53.

Am Samstag soll weiter nach Fallwild im Landkreis Märkisch-Oderland gesucht werden. Neben der Jägerschaft werden auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung und andere Kräfte im Einsatz sein. Unterstützung bekommen sie dabei von Drohnen aus der Luft. Erste Überflüge über das Gebiet mit einem Hubschrauber hatten jedoch bislang wenig Schwarzwild in den Maisschlägen nachgewiesen. 


Kommentieren Sie