+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 91 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.10.2020) +++
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ASP: Weiße Zone um erstes Kerngebiet wird nun errichtet

Schwarzwild-Ueberlaeufer © Erich Marek
In der weißen Zone soll Schwarzwild scharf bejagt werden.

Die für den angekündigten Totalabschuss benötigte „Weiße Zone“ wird derzeit gebaut, so das Verbraucherschutzministerium Brandenburg in einer Pressemitteilung. Bei der Zone handelt es sich um einen circa fünf Kilometer breiten Streifen, der das Kerngebiet wie ein Halbkreis auf dem Gebiet der Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spree umschließt. Die „Weiße Zone“ soll mit zwei festen Zäunen – einem inneren und einem äußeren Zaun – auf einer Fläche von rund 285 Quadratkilometern umfasst werden. An der brandenburgisch-polnischen Seite werde parallel dazu ebenfalls ein fester Wildschutzzaun gebaut.

Der Zaun wird von externen Firmen gebaut, welche aber vor Ort zum Teil durch die Landwirte unterstützt werden, so das Ministerium weiter. Mit Fertigstellung des Zaunes, welche aber noch mehrere Wochen andauern wird, werde es dann in die „zweite Phase“ der Bekämpfungsstrategie gegen die Afrikanische Schweinepest gehen. Das Konzept der „weißen Zone“ wurde 2018 in Belgien als „Zone Blanche“ entwickelt. Die Behörden hatten durch die Aufstellung der Zäune eine Ausbreitung der ASP nach Westen verhindert und den Korridor über jagdliche Maßnahmen im „Rahmen der Tierseuchenbekämpfung weitgehend wildschweinfrei gehalten“. „Mit der ‚Zone Blanche‘ haben Belgien und Frankreich es gemeinsam geschafft, das Infektionsgeschehen einzugrenzen. Dies ist eine wirklich effektive Maßnahme, Infektionsketten zu unterbrechen“, so Verbraucherschutzministerin Nonnemacher.


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