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ASP: Vorbereitungen auf den Ernstfall

Zwei neue, mobile Desinfektionsanlagen wurden den Kreisbauhöfen zur Verfügung gestellt.


In Bayern bereitet man sich auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Im Landkreis Landshut stellt das Veterinäramt zwei mobile Desinfektionsanlagen zur Verfügung. Die Anlagen arbeiten laut einer Pressemitteilung mit Peressigsäure. Dieses Mittel zerfällt demzufolge nach der Anwendung in die unbedenklichen Bestandsteile Essigsäure und Wasser.

Man will damit die Entsorgungstonnen für Wildschweinabfälle an den Kreisbauhöfen noch wirkungsvoller desinfizieren. Zusätzlich können die Anlagen im Seuchenfall genutzt werden, um Lastwagen und andere Fahrzeuge zu desinfizieren.

Mitarbeiter des Veterinäramts proben die Bergung eines Kadavers. © Landkreis Landshut

Mitarbeiter des Veterinäramts proben die Bergung eines Kadavers.

Übung für den Seuchenfall

Das Veterinäramt Landshut hat zusätzlich kürzlich den Ernstfall geprobt. „Sollte der Fall eintreten und es würde im Landkreis Landshut die Afrikanische Schweinepest beispielsweise bei einem Wildschwein nachgewiesen werden, müssen wir schnell reagieren. Von daher ist es sinnvoll, wenn wir bereits jetzt unsere Erfahrungen austauschen und Kräfte bündeln“, erklärte der Leiter des Veterinäramts, Dr. Manfred Kurpiers.

Gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstamt Landshut hatten die Mitarbeiter des Veterinäramts die Bergung eines Wildschwein-Kadavers geübt.

 

Elektrozaun um ASP-Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern bereitet man sich auf die ASP vor. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Landkreise sowie die Hanse- und Universitätsstadt Rostock haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die es ermöglicht, dass im Fall eines Ausbruchs der Seuche ein Elektrozaun um das betroffene Gebiet gebaut werden kann.

„Mit der geschlossenen Vereinbarung haben wir die Grundlage geschaffen, um den Zaun im Ernstfall schnell und unkompliziert aufbauen und warten zu können. Wer erst dann anfängt, über Zuständigkeiten und Abläufe nachzudenken, hat keine Zeit, sich um das eigentliche Problem – die Bekämpfung der Tierseuche – zu kümmern“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Durch die Einzäunung sollen bereits erkrankte Tier im betroffenen Gebiet gehalten werden. Eine stille Durchseuchung des Bestandes erlaubt letztlich eine gezielte und effektive Fallwildsuche“. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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