+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.112 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 7.5.2021) +++
Home News ASP überwunden: Wie geht es in Belgien weiter?

ASP überwunden: Wie geht es in Belgien weiter?

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Mittwoch, 03.02.2021 - 17:44
Wildschweine-im-Winter © Budimir Jevtic - stock.adobe.com
Seit August 2019 gab es keinen „frischen“ ASP-Fall in Belgien mehr.

Belgien gilt amtlich als frei von der Afrikanischen Schweinepest. Diesen Status erlangte das Land am 21. Dezember 2020 für alle Schweine (sowohl Haus- als auch Wildschweine) von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zurück. Der erste Ausbruch der ASP war am 13. September 2018 festgestellt worden, den letzten „frischen“ Kadaver fand man im August 2019. Bei allen weiteren positiven Funden handelte es sich um Knochen von Schwarzwild, welches bereits Monate zuvor verendet war. Insgesamt wurden 833 Wildschweine positiv auf ASP getestet, eine Einschleppung in Hausschweinbestände konnte verhindert werden. Zum Vergleich: Seit Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 in Deutschland gibt es hierzulande bereits über 600 Fälle. Ein Rückgang der Fälle sei laut Friedrich-Löffler-Institut derzeit nicht zu erkennen.

Haltung von Hausschweinen wieder erlaubt

Mit der offiziellen Einstufung als „frei von der Afrikanischen Schweinepest“ sowie der Aufhebung der geregelten Zonen durch die Europäische Kommission stellt sich speziell für die Landwirte in der Region wieder eine Normalität ein. Die Haltung von Hausschweinen in den „anfänglich infizierten Zonen“ sei nach Angabe der „Förderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette“ wieder erlaubt. Darüber hinaus sei die Verladung von Schweinen aus verschiedenen Herkunftsbetrieben in dasselbe Fahrzeug unter Berücksichtigung der entsprechenden Biosicherheitsregeln und -maßnahmen wieder möglich.

Weiterhin Fallwildsuche und Beprobung

In der Wallonischen Region will man die strengen Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen weiter aufrecht erhalten. Die aufgestellten Zäune sollen ebenso bestehen bleiben, wie auch die Suche nach Fallwild zunächst weiter durchgeführt werden soll. Erlegtes oder tot aufgefundenes Schwarzwild muss zudem weiterhin beprobt werden. Ab April darf Wildbret aus der Region wieder vermarktet werden. Über die Demontage des Zaunes soll im kommenden Jahr entschieden werden.


Kommentieren Sie