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ASP durch Stechmücken übertragbar?

Die Afrikanische Schweinepest befällt Wildschweine sowohl im Sommer als auch im Winter (Symbolbild). © Erich Marek

Die Afrikanische Schweinepest befällt Wildschweine sowohl im Sommer als auch im Winter (Symbolbild).


Eine Forschungsgruppe der Dänischen Technischen Universität hat herausgefunden, dass die Afrikanische Schweinepest auch durch Stechmücken übertragen werden könnte. Dazu müsste eine Mücke das Blut eines infizierten Schweines saugen und dann von einem anderen Schwein gefressen werden.

Auf Nachfrage unserer Redaktion, gab der beteiligte Forscher René Bødker an, dass mit ihren Untersuchungen nur die theoretische Möglichkeit bewiesen sei. Allerdings ist unklar, ob das tatsächlich in der Realität schon vorkam. Der Forscher bezweifelt weiter, dass "diese Erkenntnisse für die Praxis wichtig seien".

ASP-Virus nur wenige Stunden in Mücken

Es würde allerdings erklären, warum Seuchenausbrüche der ASP in großen Schweinefarmen hauptsächlich im Sommer geschehen. Ausbrüche bei Wildschweinen hingegen finden das ganze Jahr über statt, auch im Winter.

Der Virus halte sich aber – im Gegensatz zum West-Nil-Virus, welches 2018 auch mehrfach in Deutschland aufgetreten ist – nur wenige Stunden in den Mücken, so Bødker. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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