+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.308 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 11.6.2021) +++
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ASP: Schwere Vorwürfe gegen grüne Landwirtschaftsministerin

Reinhard Schneider
am
Donnerstag, 20.05.2021 - 17:06
Wildschweine-Wiese © Erik Mandre - stock.adobe.com
Kreisjägermeister erheben Vorwürfe gegen das Landwirtschaftsministerium u.a. wegenunzureichender Präventionsmaßnahmen gegenüber der ASP.

In Sachsen-Anhalt erheben die Kreisjägermeister des Landes und die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer schwere Vorwürfe gegen Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Dalbert (Bündnis 90/ Die Grünen). Sie werfen ihr vor, keine ausreichenden Maßnahmen gegen einen drohenden Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest getroffen zu haben.

In einer Pressemitteilung betont Hartmut Meyer, Sprecher der beiden Gruppierungen, dass vor mehr als einem halben Jahr die Regierungsfraktionen die Landesregierung aufgefordert haben, die Trichinengebühren zu übernehmen, einen Rechtsrahmen für überjagende Hunde zu schaffen, eine Unfallversicherung für bestätigte Schweißhundführer einzurichten und eine Pürzelprämie zu gewähren sowie Kadaverabdeckhauben für die Landkreise zu beschaffen.

Mit Ausnahme der Pürzelprämie (65 Euro für jedes erlegte Stück) sei keine der Maßnahmen auch nach mehr als sieben Monaten umgesetzt worden. „Auch darf es nicht sein, dass die 14 Landkreise und kreisfreien Städte bei der Erstellung der ASP-Präventionspläne und der Beschaffung von Material und Ausrüstung völlig allein gelassen werden“, erklärt Meyer. Weiter bemängelt er, dass die Kreisjägermeister und die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer bis dato nicht in der ASP-Landessachverständigengruppe eingebunden sind.


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