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ASP-Risiko? Totes Wildschwein an Küste angespült

Die Herkunft des angespülten Wildschweins ist unbekannt - auch wie es zu Tode kam (Symbolbild). © inimma - stock.adobe.com

Die Herkunft des angespülten Wildschweins ist unbekannt - auch wie es zu Tode kam (Symbolbild).


Für Aufregung sorgte am vergangenen Sonntag ein totes Wildschwein in Zinnowitz (Usedom, Mecklenburg-Vorpommern). Der Kadaver wurde zuvor aus dem Meer an den Hundestrand angespült. Badegäste beschwerten sich bei der Kurverwaltung aufgrund des Gestanks. Diese war bereits über einen Rettungsschwimmer in Kenntnis gesetzt und informierte das zuständige Forstamt, so eine Sprecherin der Kurparkverwaltung gegenüber der Redaktion.

Mögliches ASP-Risiko unterschätzt?

Nach Angabe des Revierleiters sei der Strand jedoch befriedeter Bezirk und zudem Zuständigkeitsgebiet der Gemeinde. Laut Ostsee-Zeitung haben Mitarbeiter des Bauhofs das tote Stück schließlich vom Strand geborgen. Ein hinzugezogener Jäger kümmerte sich anschließend um die Entsorgung.

Nach Aussage des ehemaligen Vorstands der Zinnowitzer Jagdgenossenschaft sei der Kadaver vergraben worden. Über mögliche Schussverletzungen sei ihm nichts bekannt. Die Frage, ob eine Blutuntersuchung im Hinblick auf die Gefahr durch ASP durchgeführt wurde, konnte der Redaktion von niemanden beantwortet werden.

Herkunft unbekannt

Woher die Sau kam, ist bislang unbekannt. Anhand von Strömungsaufzeichnungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie, die der Redaktion vorliegen, herrschte an diesem Tag vor der Küste Usedoms eine Ostströmung. Daher wäre es zumindest theoretisch möglich, dass der Kadaver aus einem ASP-gefährdeten Gebiet stammen könne. Ob er wirklich aus dieser Richtung angespült wurde, kann allerdings nur vermutet werden.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.