+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 86 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.10.2020) +++
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ASP-Prävention: DJV spekuliert über Rekordstrecke bei Sauen

J.-M. Bloch © Markus Werner
Josef-M. Bloch
am
Samstag, 19.09.2020 - 12:00
Bachen-Strecke © CS
Deutschlands Jäger haben auch im vergangenen Jahr fleißig auf Schwarzwild gejagt.

Die Zahl von 856.000 im Jagdjahr 2019/20 in Deutschland erlegten Wildschweinen würde in der Tat einen neuen Rekord darstellen. Nur sicher ist das keineswegs. Wie der Verband in einer zweiten Aussendung gegenüber den anderen Medien angibt, habe man „die vorläufige Jagdstatistik für Wildschweine ausgewertet und eine erste Hochrechnung gemacht“. Bei der „Bild-Zeitung“, der die Meldung vorab offenbar exklusiv verkauft worden war, erfuhr man, wie diese zu Stande kam: „Die Hochrechnung basiert auf Zahlen von neun Bundesländern, die Daten der übrigen sieben Bundesländer stehen noch aus.“

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was den DJV bewogen hat mit dieser „Spekulation“ an die Öffentlichkeit zu gehen? Offenbar will man damit auf die wichtige Rolle der Jäger bei der ASP-Bekämpfung hinweisen und gleichzeitig Werbung für das Fleisch von Wildschweinen machen. Ob die Rechnung in dieser Kombination aufgeht, bleibt abzuwarten. Vorsorglich weist der Verband in seiner Pressemitteilung noch darauf hin, „dass das ASP-Virus nur Haus- und Wildschweinen schaden kann. Für Haustiere und Menschen ist es ungefährlich.“

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