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ASP: Polen will über 2.000 Wildschweine auf Drückjagd erlegen

Jaeger-Anschlag-Schnee © Bergringfoto - stock.adobe.com
Mithilfe einer Drückjagd sollen über 2.000 Wildschweine erlegt werden.

Eine aktuelle Verordnung des stellvertretenden Wojewoden Wojciech Perczak beinhaltet den Abschuss von mehr als 2.000 Wildschweinen. Nach Angaben des "rbb" sollen diese im Rahmen von zwei Drückjagden (15./31. Januar 2020) in der an Brandenburg angrenzenden Wojewodschaft Lubuskie (Lebus/ Polen) erlegt werden. Die Verordnung schlüssle genau auf, wie viele Tiere in welchen Gebieten geschossen werden sollen. Die Jäger sollen hierfür Aufwandsentschädigungen erhalten.

Nur noch 21 Kilometer von Grenze entfernt

Laut einer Aussage des Bundesagrarministeriums vom 2. Januar 2020 wurden etwa 21 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ein mit ASP infizierter Wildschweinkadaver gefunden. Eine Risikobewertung des Friedrich-Löffer-Insitiutes vom 23. Dezember 2019 über einen Ausbruch der ASP in Deutschland sei derzeit "hoch".

Brandenburg trifft Präventionsmaßnahmen

Auch Brandenburg trifft Vorsichtsmaßnahmen: So ordneten die Landkreise und kreisfreien Städte Brandenburgs, entlang der polnischen Grenze, Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügungen für die Jagdausübungsberechtigten an. Diese verpflichten die Jäger zu einer verstärkten Schwarzwildbejagung. Die Verfügungen beruhen auf der Schweinepest-Verordnung und einem Erlass des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums.

An der Grenze zu Polen baut Brandenburg derzeit einen Zaun. Mithilfe verschiedener Komponenten wie Elektrobarrikaden sowie Duftstoffe soll dieser die Einschleppung der ASP nach Deutschland verhindern. In unserem Video erklärt u.a. Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, wie der Zaunbau im Detail umgesetzt wird.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.