+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
Home News ASP auf Oderinsel: Entnahme von Wildschweinen mit Saufang geplant

ASP auf Oderinsel: Entnahme von Wildschweinen mit Saufang geplant

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Freitag, 23.10.2020 - 16:59
Sauen-ruhend © Gisela - stock.adobe.com
Die Sauen auf der Oderinsel, sollen nun mittels Saufängen eingefangen und getötet werden (Symbolbild).

Die Wildschweine, welche sich auf der Oderinsel befinden, und dort zunächst als mit ASP-infiziert und anschließend als ruhend betrachtet wurden, sollen nun mittels Saufängen eingefangen wurden. Wie ein Sprecher des zuständigen Landkreises Märkisch-Oderland gegenüber der Redaktion angab, sollen Fallen auf der mit Munition verseuchten Insel aufgestellt werden.

Auch wenn bislang nicht klar ist, ob die Sauen sich mit der Afrikanischen Schweinepest angesteckt haben oder nicht, handle es sich bei der Maßnahme laut oberster Jagdbehörde um eine seuchenrechtliche Maßnahme nach dem Tierseuchengesetz und nicht um Jagd im Sinne des Jagdgesetzes.  

Einsatz von Drahtkastenfallen und Lotinfallen

Diese Fallen, bei denen es sich laut Oberster Jagdbehörde Brandenburg um mobile Drahtkastenfallen sowie sogenanntene Lotinfallen handeln soll, werden entlang der vorhandenen Hilfswege aufgestellt. Der Fallenfang werde durch spezialisierte Mitarbeiter des Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde koordiniert und begleitet. Die Fallen sollen laut Landkreis mit Mais bestückt und mit Wildkameras überwacht werden. Die Auslösung würde über eine Live-Video-Überwachung erfolgen.

Sobald die Tiere gefangen seien, werden sie mittels gezieltem Kopfschuss getötet, beprobt, geborgen und die Kadaver fachgerecht entsorgt. Die Fallen sollen dann solange nicht mehr fängisch gestellt werden, bis ein Testergebnis vorliegt. Bei positivem Befund werde diese zunächst dekontaminiert, bevor sie wieder verwendet werden dürfen. 


Kommentieren Sie