+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 4.049 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 30.6.2022) +++
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ASP: Neuer Fall außerhalb der bisherigen Kernzone

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 02.12.2021 - 12:37
Wildschwein-tot-auf-Feld © joppo - stock.adobe.com
Die Fälle von Afrikanischer Schweinpest steigen in Mecklenburg-Vorpommern weiter an (Symbolbild).

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) hat es einen weiteren ASP-Fall gegeben. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt, liegt der Fundort außerhalb der bisher eingerichteten Kernzone des Restriktionsgebietes und im unmittelbaren Grenzgebiet zu Brandenburg. Wie das Ministerium in einer Pressekonferenz bekannt gab, sei der Überläufer bei einem Verkehrsunfall bei Redlin zu Tode gekommen. Durch eine Routineuntersuchung beim zuständigen Landeslabor wurde dann die Afrikanische Schweinpest nachgewiesen.

Erstmals zwei Bundesländer von Kerngebiete betroffen

Da der Fundort nur 300 Meter von der Grenze zu Brandenburg entfernt liegt, ergibt sich laut des Ministeriums eine völlig neue Situation: Erstmals sind zwei Bundesländer, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, mit Ausweisung der Sperrgebiete betroffen.

Mittlerweile ist auch klar, um welchen ASP-Typ es sich in Mecklenburg-Vorpommern handelt: Laut des Landwirtschaftsministeriums wurde der Typ 3 nachgewiesen. Damit handelt es sich um das ASP-Virus aus Brandenburg.

Hohe Schwarzwilddichte im Ausbruchsbereich

Agrarminister Dr. Till Backhaus appellierte nochmals an die Jägerschaft Drückjagden so durchzuführen, dass keine Gefahr von den Jagden ausgehe. Entsprechende Hygienemaßnahmen, wie die sorgfältige Desinfektion - auch unter Einbeziehung der Jagdhunde - müssen unbedingt erfolgen. Ein entsprechendes Hinweispapier wurde dazu veröffentlicht (hier zu finden).

Insgesamt gibt es nun sieben Fälle von Afrikanischer Schweinpest in dem Gebiet. Neben dem verunfallten Frischling, seien vier Wildschweine im Zuge einer Drückjagd positiv getestet worden, zwei wurden als Fallwild aufgefunden. Die Fälle befinden sich laut Backhaus im Bereich eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, welcher hohe Schwarzwilddichten aufweist. Es sei daher anzunehmen, dass dort ein ASP-Geschehen existiert.


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