+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.675 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 26.7.2021) +++
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ASP: LJV Brandenburg erhebt schwere Kritik

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Kathrin Führes
am
Samstag, 16.01.2021 - 15:21
Wildschwein-schlafend © Jordi - stock.adobe.com
Die Zahlen infizierter Wildschweine steigen weiterhin stark an.

Der Verdachtsfall in Potsdam hat Behörden und Jägerschaft gleichermaßen in Aufruhe versetzt. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) hat dies nun zum Anlass genommen, um den ASP-Krisenstab zu kritisieren. Dr. Dirk-Henner Wellershoff sagt dazu: „Der aktuelle und zum Glück nicht bestätigte Fall in Potsdam muss als Weckruf gesehen werden. Er zeigt die allgegenwärtige Gefahr einer Verschleppung des Virus, auch über weitere Distanzen hinweg.“ Die aktuellen Maßnahmen lauf nach Angaben des LJVB „unverändert schleppend“. Eine intensive Kadaversuche in den Kerngebieten würde nicht stattfinden, auch seien bei der Suche beliebte Einstandsgebiete von Wildschweinen – wie Schilfflächen oder Hecken – ausgelassen worden. Auch müssen nach Ansicht des Verbandes die Beprobung und anschließende Laboruntersuchung jedes erlegten Stückes landesweit wieder aufgenommen werden. Bereits am 14. Dezember 2020 sei dafür jedoch das Probenmaterial ausgegangen.

Einen weiteren Kritikpunk sieht der LJVB in der Ausbildung von speziell ausgebildeten Suchhunden. Obwohl 20 Gespanne in den Startlöchern stehen würden, können diese aufgrund fehlender Zulassungen seitens des Ministeriums die Ausbildung nicht beginnen. Wie hoch die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der ASP noch immer ist, zeigt nicht zuletzt der Fall in Potsdam. Auch das FLI geht davon aus, dass es in nächster Zeit weiterhin steigende Fallzahlen geben wird.


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