+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.205 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.9.2021) +++
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ASP: Länder wollen auf Drückjagden verzichten

Wildschwein-vor-Hochsitz © Photohunter - stock.adobe.com
Im Grenzgebiet soll auf Drückjagden verzichtet werden.

In einer Videokonferenz hat sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihren Kollegen aus Polen und Tschechien über das weitere Vorgehen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest abgestimmt. Die Ausbrüche in Deutschland liegen in Grenznähe zu den beiden Ländern. Zudem hätte eine Sequenzierung des Virus-Typs ergeben, dass die Ausbrüche in Deutschland und Polen zusammenhängen. Die drei Landwirtschaftsminister einigten sich nun darauf, dass man die Kadaversuche sowie den Bau und die Wartung von Wildschweinbarrieren in den Grenzgebieten intensivieren wolle. Auch soll der Informationsaustausch zwischen Jägern, Forstbeamten und Veterinären über die Grenzen hinweg unkompliziert ermöglicht werden. Darüber hinaus wolle man mehr Finanzmittel für Entschädigungen, Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen zur Verfügung stellen.

Auf Drück- und Treibjagden soll verzichtet werden

Auch das Thema „Jagd“ spielte bei der Konferenz der drei Minister eine entscheidende Rolle. Man einigte sich darauf, dass die Bejagung von Schwarzwild zwar grundsätzlich verstärkt werden müsse, man aber künftig auf Drück-und Treibjagden im Grenzgebiet (20 km Pufferzone zur Grenze) verzichten wird. Dadurch soll eine weitere Ausbreitung der ASP verhindert werden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner forderte bei dem Treffen „ihren polnischen Amtskollegen erneut auf, die gemeinsame Einrichtung einer wildschweinfreien, sogenannten weißen Zone, im deutsch-polnischen Grenzgebiet voranzutreiben“, so das Bundeslandwirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung. An der Grenze seien noch immer einige Stellen nicht ausreichend durch Barrieren gesichert, wodurch eine Weiterverbreitung der Afrikanischen Schweinepest nicht effektiv verhindert werden könne.


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