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ASP: weitere Länder ergreifen Maßnahmen

Auch Thüringen und Sachsen-Anhalt haben jetzt auf die drohende Afrikanische Schweinepest reagiert.


Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt hat Maßnahmen zur Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verabschiedet. Man gehe davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit der Einschleppung über den Menschen sehr viel höher sei, als zwischen Wildschweinen, so Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert. Deshalb sei vor allem die Prävention an Fernstraßen wichtig. „Die Landesstraßenbaubehörde hat besonders die Autobahnraststätten, aber auch alle Rastplätze an Bundes- und Landesstraßen verstärkt im Blick,“ wird Verkehrsminister Thomas Webel zitiert. Zu den weiteren Maßnahmen gehört ab Februar 2018 eine Prämie für Jäger in Höhe von 50 Euro für das Auffinden und Beproben von toten Wildschweinen. Auch sollen Bejagungsschneißen angelegt werden. Die Hygiene in Ställen soll stärker überwacht werden. Ministerin Dalbert erklärt jedoch, dass eine Erhöhung der Schwarzwildstrecke zwar zu begrüßen sei, aber nicht gegen die Einschleppung der ASP helfen werde. Eine Abschussquote, die laut Friedrich Löffler Institut nötig wäre um der Seuche vorzubeugen sei nicht über Anreizmaßnahmen zu erreichen.

Schwarzwild- Kompetenzzentrum in Thüringen

Auch die Thüringer Forst- und Landwirtschaftsministerin Birgit Keller kündigt Präventionsmaßnahmen an. Man bereite ein Maßnahmenpaket vor, für das Gelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Man wolle damit unter anderem den Aufbau eines Schwarzwild-Kompetenzzentrums unterstützen, welches Schulungen und wissenschaftliche Unterstützung anbieten soll. Außerdem wolle man eine Aufwandspauschale einrichten, um die Jäger bei der Reduzierung der Schwarzwildbestände zu unterstützen. In den Revieren von ThüringenForst wurde die Jagdruhe von Mitte Januar bis Mitte Juli aufgehoben, um auch in dieser Zeit Wildschweine erlegen zu können. Muttertiere bleiben ausgenommen. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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