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ASP-Jagdverordnung: Was bedeutet das für Hessen und NRW?

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Dienstag, 23.06.2020 - 07:02
Bache-Sommer © Kalle Pihelgas - stock.adobe.com
Im Falle eines ASP-Ausbruchs wird auch der Muttertierschutz ausgehebelt – im entsprechenden Gebiet.

In den vergangenen Wochen wurden sowohl in Hessen als auch in Nordrhein-Westfalen Verordnungen über spezielle jagdliche Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung veröffentlicht. Durch die Verordnungen sorgen die Landesregierungen, erweiternd zur bundesweit geltenden Schweinepestverordnung, für den Fall vor, wenn die Afrikanische Schweinepest Deutschland und das entsprechende Bundesland erreicht. Inhalte der Dekrete sind u.a. die Lappjagd auf Schwarzwild, die Verwendung von Schrot auf gestreifte Frischlinge, das Erlegen aus Luft-, Kraft- oder maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen sowie die Bejagung von zur Aufzucht benötigten Elterntieren in den im Ernstfall ausgewiesenen Gebieten.

Qualifikation zum Saufang durch Lehrgänge

Auch der Einsatz von Saufängen ist in diesem Falle in NRW und Hessen zulässig. Allerdings müssen die Personen, welche den Saufang ausüben, spezielle Nachweise erbringen. In beiden Bundesländern gelten Revierjäger aufgrund ihrer Ausbildung als fachlich geeignet, ansonsten kann die fachliche Eignung über das jeweilige Landratsamt nachgewiesen werden oder in einem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführten Lehrgang erworben werden. Hessen erweitert in seiner Verordnung, aufgrund beruflicher Qualifikationen, auf Tierärzte mit Jagdschein sowie Personen mit der Befähigung für den gehobenen oder höheren Forstdienst. Außerdem sollen auch in Hessen Schulungen angeboten werden – doch nähere Details sind dazu bislang unklar.

Zuletzt wurde die ASP ca. 10 Kilometer von der polnisch-deutschen Grenze bei einem Wildschwein nachgewiesen. 


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