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ASP: Jagdverband übernimmt Ausbildung von Suchhunden

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Kathrin Führes
am
Dienstag, 08.12.2020 - 10:34
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Der Landesjagdverband soll die künftige Ausbildung der ASP-Kadaversuchhunde übernehmen.

Noch immer werden in Brandenburg nahezu täglich Wildschweinkadaver aufgefunden. Bei der Suche nach dem ASP-Fallwild ist man, besonders in schwer zugänglichen Gebieten, auf ausgebildete Kadaversuchhunde angewiesen. Wie das Gesundheitsministerium nun bekannt gab, wir sich um die Ausbildung von solch speziellen Suchhunden künftig der Landesjagdverband Brandenburg kümmern. Bislang hatte das Landesamt für Arbeitsschutz die Ausbildung der Vierbeiner durchgeführt.

Hundeführer sollten im Besitz eines gültigen Jagdscheins sein

„Die Ausbildung und die Ausrüstung der Suchhunde, zum Beispiel mit GPS-Geräten und Schutzwesten, wird durch das Landwirtschaftsministerium finanziell unterstützt. Grundsätzlich sind alle Hunderassen zur Ausbildung und Zertifizierung als Kadaversuchhund zugelassen. Sie müssen jedoch darauf trainiert werden, gehorsam zu arbeiten, unbeeindruckt von Schüssen. Hundeführerinnen und Hundeführer sollten im Besitz eines gültigen Jagdscheins sein“, so Agrarstaatssekretärin Silvia Bender. Hund und Hundeführer sollten dabei physisch und psychisch in der Lage sein, in anspruchsvollem Gelände über einen längeren Zeitraum nach Fallwild zu suchen.

Forstwirtschaft wieder möglich

Mit Fertigstellung der weißen Zone um das erste Kerngebiet in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße ist ab sofort die Aufnahme von Forst- und Waldwirtschaft wieder möglich. „Nach einer Phase weitestgehender Verbote in der Weißen Zone und im Kerngebiet wechseln wir in die Phase, in der nur noch geringe Einschränkungen gelten. So ist die Forstwirtschaft freigegeben bis auf den Holzeinschlag mit großen Maschinen, der einer Genehmigung bedarf. In Verbindung mit einer vorangegangenen Fallwildsuche wird auch die landwirtschaftliche Tätigkeit größtenteils wieder möglich sein. Kulturen, wie Winterraps oder Roggen, die aufgrund ihrer Wuchshöhe die Fallwildsuche oder die Jagd behindern, dürfen noch nicht ausgebracht werden,“ so Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer.

Wildschweinrotte irrt an Zaun entlang

In der Nacht zum Samstag kam es auf der L37 bei Müllrose im Landkreis Oder-Spree zu einem tödlichen Wildunfall. An der Straße befindet sich ein ASP-Schutzzaun. Wie "nonstopnews" berichtet, seien Wildschweine am Zaun entlang geirrt und fanden kein Durchlass. Ein Autofahrer sah die Schwarzkittel zu spät und erfasste fünf Tiere frontal. Das Auto wurde bei dem Zusammenstoß völlig zerstört, die Wildschweine verendeten vor Ort.


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