Home News ASP-Impfstoff: FLI ist pessimistisch

ASP-Impfstoff: FLI ist pessimistisch

Ob in den kommenden Jahren ein Impfstoff gegen die ASP marktreife erlang ist unklar (Symbolbild).


Einige Medien hatten in den vergangenen Tagen darüber berichtet, dass es möglicherweise innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) geben könnte. Dies hatte ein spanischer Forscher in Aussicht gestellt.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärte jedoch eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), man halte diese Annahme für sehr optimistisch. Es wäre zwar sehr zu begrüßen, wenn schnellstmöglich ein Impfstoff gefunden werde, allerdings zeigten Erfahrungen, dass die Entwicklung solcher Impfungen Jahre bis Jahrzehnte dauern könne. Es handle sich bei dem geplanten Impfstoff vermutlich um ein abgeschwächtes natürliches Virus aus dem Baltikum. Dieses sorge dafür, dass im Körper eine Immunantwort ausgelöst wird, führe jedoch im Normalfall nicht zu Krankheitssymptomen.

Ausreichende Durchimpfungsrate schwer erreichbar

Bislang sei allerdings laut FLI unklar, ob dieses Virus chronische Verläufe der Krankheit auslösen könne. Ein solcher, natürlicher Impfsoff stoße allerdings beim Verbraucher auf eine höhere Akzeptanz, als ein genetisch veränderter. Auch Veterinärexperte Dr. Armin Deutz ist eher pessimistisch. Er hält es für schwierig, eine ausreichende Durchimpfungsrate in Höhe von 80-90% beim Schwarzwild zu erreichen. Zusätzlich könne es sein, dass ASP-freie Länder auch kein Schweinefleisch mehr aus Ländern importieren würden, in denen der Impfstoff eingesetzt werde. SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
Thumbnail