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ASP: Hunde für Fallwildsuche ausgebildet

ASP-Suchhund-Labrador © Sebastian Grell
Labrador „Thore“ zeigt seinem Führer einen Schwarzwild-Fund an.

Im Landkreis Segeberg (Schleswig-Holstein) wurden die ersten fünf Suchhunde-Teams zur Fallwildsuche ausgebildet. Der Amtsveterinär des Landkreises sprach nach einer Seuchenschutzübung wegen der Afrikanischen Schweinepest die zuständige Kreishundewartin der Kreisjägerschaft Segeberg an, ob es nicht möglich sei Hunde für den Ernstfall auszubilden. Diese sollten verendetes Schwarzwild finden, um dadurch die weitere Ausbreitung der Seuche verhindern zu können. Bei jener Übung wurden Nachsuchenhunde eingesetzt, welche sich als nicht geeignet erwiesen.

Tote Sauen finden – lebende Sauen ignorieren

„Nicht die Arbeit auf der Fährte, sondern die Aufnahme der allgemeinen Schwarzwildwitterung aus der Luft ist gefordert“, so die Kreisjägerschaft in einer Pressemitteilung. Eine Arbeitsgruppe entwickelte deshalb ein Anforderungsprofil für mögliche Suchgespanne. Dabei wurde festgelegt, dass der Hunde totes Schwarzwild anzeigen soll und aber gleichzeitig lebendes Schwarzwild nicht hetzen darf. Fünf Gespanne, vier geführte und geprüfte Jagdhunde sowie ein ausgebildeter Flächensuchhund, absolvierten über vier Monate hinweg eine Ausbildung und präsentierten kürzlich die Ergebnisse ihres Trainings an interessierte Zuschauer.

Insgesamt fünf Hunde wurden bislang ausgebildet: Drei Labradore, ein Spinone Italiano sowie ein Foxterrier. © Sebastian Grell

Insgesamt fünf Hunde wurden bislang ausgebildet: Drei Labradore, ein Spinone Italiano sowie ein Foxterrier.

Ausbildung durch private Stiftung finanziert

Bei den bislang ausgebildeten Hunden handelt es sich um drei Labradore, einen Foxterrier sowie einen Spinone Italiano. Die Hunde zeigten bei der Präsentation im Schwarzwildgatter, dass sie lebende Sauen frei suchend finden, aber nicht jagen. Dies dient im Ernstfall dazu, dass im Suchradius befindliches Schwarzwild nicht weiter versprengt wird und sich so die ASP weiter ausbreitet. Zudem wurde die Flächensuche auf Fallwild gezeigt: Verendetes Schwarzwild soll durch systematisches Arbeiten schnell aufgefunden werden. Sobald der Suchhund auf eine tote Sau stößt, soll er zu seinem Führer zurückkehren und diesen zur Fundstelle führen, ohne Kontakt mit der gefundenen Kadaver aufzunehmen.

Die Ausbildung wurde durch eine private Stiftung finanziert, die mit Jagd und Landwirtschaft nichts zu tun hat und nicht öffentlich genannt werden möchte. 

Die Teams sollen nach der erfolgreichen Ausbildung selbst weitere Gespanne ausbilden, um im Ernstfall genügend Suchhunde zur Verfügung zu haben.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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