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ASP: Hauk fordert Maßnahmen

In Baden-Württemberg fordert der Landwirtschaftsminister Maßnahmen gegen die ASP (Symbolbild).


Peter Hauk, Landwirtschaftsminister in Baden-Württemberg fordert laut „Tag24.de“ in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest eine deutlich höhere Abschussrate für Wildschweine. Er habe gegenüber der Deutschen Presseagentur erklärt, die Schwarzwildstrecke müsse um 30 bis 40 Prozent erhöht werden. Dies wolle er zur Not von den Behörden anordnen lassen. Es gehe ihm darum, die Tiere nicht wild zu bejagen, sondern tierschutzgerecht zu erlegen, wird der Minister weiter zitiert. Deshalb werde er beim Bund darum bitten, Jägern den Einsatz von Nachtzielgeräten zu erlauben. Auf Nachfrage bestätigte die Pressestelle des Ministeriums diese Aussagen.

Friedrich-Löffler-Institut simuliert Ernstfall theoretisch

Das Friedrich-Löffler-Institut hat bereits im Oktober einen Maßnahmenplan für den Seuchenfall veröffentlicht. Darin wird ein Vorgehen empfohlen, wie es in Tschechien bereits durchgeführt wird. Ein Krisenstab müsse eingerichtet werden. Um das Ausbreitungsgebiet der ASP werden drei Zonen gebildet. In der Kernzone solle zunächst jegliche Jagd ruhen. In den beiden äußeren Gebieten, müssten dann allerdings möglichst viele jagdlichen Möglichkeiten genutzt werden. Der Schwarzwildbestand in der Pufferzone müsse laut mathematischer Modelle um mehr als 70 Prozent reduziert werden, um eine Verbreitung zu verhindern, so das Institut weiter. Außerdem würden alle aufgefundenen Kadaver untersucht werden. Das Institut weißt ausdrücklich darauf hin, dass dieses Vorgehen nur im Falle eines Krankheitsausbruchs greife. Zur vorbeugenden Bejagung sei es nicht gedacht. Um die Anwendung der Maßnahmen zu verdeutlichen, wurde bereits der Ernstfall theoretisch simuliert.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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