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ASP an Grenze zu Brandenburg: Neun tote Wildschweine gefunden

Wildschwein-tot © cynoclub - stock.adobe.com
Neun weitere tote Schwarzkitel wurden in der fraglichen Region gefunden (Symboldbild).

Nach der Bekanntgabe des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Westpolen, wurden nun neun weitere tote Schwarzkittel aufgefunden. Wie die Zeitung „Gazeta Lubuska“ berichtet, hätten 150 bis 170 Personen am Samstag in der Umgebung des Fundortes, an dem am vergangenen Mittwoch ein mit ASP-infiziertes Wildschwein gefunden wurde, nach erkrankten Sauen gesucht. Dabei wurden die neun toten Tiere gefunden. Untersuchungen müssen nun zeigen, ob diese auch an der Afrikanischen Schweinepest eingegangen sind. Der betroffene Verwaltungsbezirk Lebus (Polen) hat einen Krisenstab einberufen.

Brandenburg bereitet sich seit zwei Jahren auf Krisenfall vor

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium fühlt sich laut dpa auf die Afrikanische Schweinepest vorbereitet. Das Ministerium habe mit einem Fall 80 Kilometer entfernt von der Grenze zwar nicht gerechnet, man bereite sich jedoch schon seit zwei Jahren auf den Krisenfall vor, sagte der Sprecher Uwe Krink.

Jäger sollen jeden Totfund melden

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus nimmt die Ereignisse in Polen mit tiefer Sorge zur Kenntnis. „Wir müssen feststellen, dass die Afrikanische Schweinepest wieder weiter an Deutschland und damit auch an Mecklenburg-Vorpommern herangerückt ist. Für uns heißt das erhöhte Alarmbereitschaft auf allen Ebenen.“ Backhaus kündigte auch an, dass Bund und Länder in den kommenden Tagen und Wochen ihren Austausch intensivieren und über mögliche weitere Maßnahmen transparent informieren werden. Er mahnte ebenfalls die Jäger zur Wachsamkeit und Sensibilität: „Jeder Totfund, insbesondere in Grenzgebieten, muss unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet werden, sodass diese die entsprechenden Untersuchungen einleiten können.“ PM/KF

+++ UPDATE +++

Mittlerweile wurde bei einem weiteren Wildschwein in der Wojwodschaft Lebus ASP nachgewiesen. Auch seien am Sonntag weitere elf verendete Schwarzkittel aufgefunden worden. Das jetzt positiv getestete Stück wurde mit acht anderen am Samstag gefunden. Die weiteren Ergebnisse sollen in den nächsten Stunden erfolgen.  


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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